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Dissoziation bei Alltagssituationen – unerkannte psychische Entkopplung

Manchmal sitzen wir mitten im Gespräch, aber hören nicht mehr richtig zu. Oder wir blicken auf unsere Hände und spüren sie nicht mehr. Wir fahren Auto und können uns später kaum an die Strecke erinnern. Solche Momente werden oft als „nicht bei sich sein“ oder „abschalten“ abgetan. Doch hinter diesen alltäglichen Phänomenen kann sich eine tiefere psychische Dynamik verbergen: Dissoziation.

Was ist Dissoziation?

Dissoziation ist ein Schutzmechanismus der Psyche. In Momenten, die als emotional überwältigend, schmerzhaft oder traumatisch erlebt werden, kann sich das Bewusstsein abspalten. Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen oder Erinnerungen werden dann isoliert – als würde das Nervensystem in den „Überlebensmodus“ schalten. Das geschieht häufig unbewusst und kann mit einer inneren Leere, Taubheit oder Distanz zum eigenen Körper einhergehen.

Was viele nicht wissen: Dissoziation zeigt sich nicht nur in Extremsituationen. Auch im ganz normalen Alltag kann sie auftreten – als leiser, kaum bemerkter Zustand innerer Entkopplung.

Dissoziation im Alltag – die leise Selbstverlassenheit

Viele Betroffene beschreiben es so:

  • „Ich funktioniere, aber fühle mich nicht wirklich anwesend.“
  • „Manchmal bin ich plötzlich ganz weit weg – ohne zu wissen, warum.“
  • „Ich merke erst im Nachhinein, dass ich auf Autopilot war.“
  • „Es fühlt sich an, als würde ich mein Leben von außen beobachten.“
  • „Ich fühle mich wie hinter einer Glaswand.“

Diese Empfindungen sind nicht selten, aber häufig unerkannt. Dissoziative Zustände im Alltag entstehen oft bei Menschen, die früh gelernt haben, sich innerlich zurückzuziehen – etwa durch emotionale Überforderung, ungelöste Kindheitskonflikte oder chronischen Stress.

Warum die Psyche dissoziiert

Dissoziation ist kein Fehler, sondern eine Überlebensreaktion. Wenn ein Gefühl zu stark, ein Konflikt zu bedrohlich oder eine Situation zu entgrenzt ist, „kappen“ Körper und Geist die Verbindung. Das schützt kurzfristig – doch langfristig kann es dazu führen, dass man sich selbst fremd wird.

Besonders betroffen sind feinfühlige Menschen, Hochsensible oder solche mit traumatischem Hintergrund. Auch in belastenden Beziehungen, in überfordernden Jobs oder während innerer Umbrüche kann sich Dissoziation verstärken.

Symptome, die oft nicht erkannt werden

  • Gefühl von innerer Leere oder „nicht ganz da sein“
  • Zeitlücken oder Erinnerungslücken
  • emotionale Taubheit oder plötzliche Gefühlsabwesenheit
  • Fremdheitsgefühl gegenüber dem eigenen Körper
  • Konzentrationsprobleme oder Abspaltung im Gespräch
  • Reizüberflutung ohne erkennbare Ursache

Viele dieser Anzeichen werden übersehen oder bagatellisiert – dabei ist das Erkennen der erste Schritt zur Heilung.

Der Weg zurück zu sich

Dissoziation lässt sich nicht „wegdenken“ – sie will verstanden, gehalten und integriert werden. Der Weg führt nicht über Kontrolle, sondern über Verbindung. Es geht darum, wieder im eigenen Körper zu landen. Sich sicher zu fühlen. Sich zu spüren – in kleinen Schritten.

Heilsame Methoden können sein:

  • achtsame Körperwahrnehmung (Somatic Experiencing, Yoga, Embodiment)
  • sanfte therapeutische Begleitung mit Trauma-Kompetenz
  • bewusste Rückverbindung durch Rituale, Erdung, Atmung
  • kreative Ausdrucksformen wie Schreiben, Malen oder Bewegung
  • spirituelle Begleitung, die das Nervensystem nicht überfordert

Vor allem braucht es eines: Sicherheit. Erst wenn der Körper spürt, dass er nicht mehr in Gefahr ist, kann sich das System öffnen – und neue, gesunde Verbindungen entstehen.